Wundichow

Noch bis 1804 besaß Hauptmann Anthon von Pirch das Schloss und erst im 19. Jahrhundert wurde Wundichow Sitz der Familie von der Marwitz. Adalbert von der Marwitz auf Klein Nossin kaufte Wundichow 1856 für 55 000 Taler von der Familie von Pirch und verlegte bald seinen Wohnsitz von Klein Nossin nach Wundichow. Adalbert von der Marwitz starb 1904.

Wundichow

Sein Sohn Georg ist als General der Kavallerie in die Kriegsgeschichte eingegangen. Nach dessem Tode übernahm Victor von der Marwitz das Gut, der somit der letzte Besitzer ist. Der Gutsbetrieb in Wundichow erstrebt mustergültige, wissenschaftlich-volkswirtschaftliche Arbeitsweise mit gesunden, großen Arbeiterhäusern, ausgedehntem Hackfruchtbau anerkannter Sorten, Zucht des deutschen Edelschweines und schwarzweißen Tieflandrindes, Anerkennung von Halmfrüchten, gestützt auf moderne Reinigungsanlagen, Deckstation des Landgestüts Labes für das hannoversche Pferd, maschinelle Einrichtungen in Schmiede und Stellmacherei. Die Forstwirtschaft wird größtenteils dauerwaldartig betrieben mit verstärktem Laubholzunterbau und Mischwald. "

Im Jahre 1938 war das Rittergut 816 ha groß. Es hatte 265 ha Ackerland, 42 ha Wiesen, 19 ha Weiden, 406 ha Wald, 45 ha Unland, Hofraum und Wege und 39 ha Wasserfläche. Zum Gut gehörten 40 Pferde, 77 Stück Rindvieh, neun Schafe und 200 Schweine.